So wird Mathematik zum Erlebnis

In unserem Geozimmer machen die Kinder Mathematikerfahrungen in zwei und drei Dimensionen.


Das geometrische Klassenzimmer macht Schülerinnen und Schülern Spaß

Knobeln und Bauen im Matheunterricht: Unsere Schule hat ein begehbares geometrisches Klassenzimmer, mit dem wir in Bayern Vorreiter waren. Die Kinder lernen Mathematik als greifbaren Teil ihrer Lebenswelt kennen. Die Wirksamkeit des Unterrichts wird verbessert.

Die großen Quader sind bunt: gelb, blau, ein leuchtendes Rot. Sie stehen auf einer acht Quadratmeter großen Bodenplatte, die wie ein Riesenschachspiel unterteilt ist. Daneben sind auch die Wände gerastert. Dies ist der dreidimensionale Geometrie-Raum der Volksschule Wiggensbach. Räumliches Vorstellungsvermögen entsteht so also durch handelndes Tun. Die bunten Quader haben aufgrund ihrer enormen Größe einen hohen Aufforderungscharakter, heißt es in der pädagogischen Konzeption des Projekts. Wozu die Klötze auffordern, zeigen die Kinder mit Begeisterung; sie stapeln die Kisten immer wieder neu, experimentieren und forschen. Der spielerische Umgang mit der Geometrie gehört zum Konzept – wer möchte, kann aber auch schwierige Aufgaben nachstellen.

Unser Geometriezimmer ist, in Verbindung mit unserer jahrelangen SINUS-Erfahrung, ein weiterer Baustein für die Gestaltung des Mathematikunterrichts. Damit wird die Mathematik nicht zu einem leblosen System von Formeln und Gesetzmäßigkeiten. Sie wird vielmehr begreifbar (in der tatsächlichen Form) und verständlich, da das handelnde Tun in unserem Unterrichts im Vordergrund steht.